Kokosöl für deine Gesundheit

Einen Überblick über all die verschiedenen Ölsorten zu behalten, ist nicht einfach bei der Auswahlvielfalt. In der letzten Zeit wird einem Öl ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt: dem Kokosöl. Es wird von vielen gerne in der Küche zum Kochen und Backen verwendet. Es gibt einige, die neben dem guten Geschmack in Lebensmitteln auf die heilende Wirkung des Öls schwören.

Kokosöl

So findet es auch Einzug in so manchem Pflege- und Beautyprodukt und ist in jedem Super- und Drogeriemarkt präsent. Bereits viele Studien belegten die positiven Auswirkungen, die das Kokosöl auf die Gesundheit haben soll.

Aber welche Eigenschaften besitzt das Kokosöl wirklich und inwiefern unterscheidet es sich von anderen, bekannten Ölen?

Woraus besteht Kokosöl und wie wird es hergestellt?

Das Öl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Nach der Ernte wird das Fleisch von der Schale getrennt und normalerweise ohne Zwischenschritte kaltgepresst. Der Vorteil bei dieser schnellen Verarbeitung ist, dass alle wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben. In manchen Fällen wird das Kokosfleisch vor dem Pressen getrocknet. Allerdings gehen hier einige Nährstoffe sowie das charakteristische Kokosaroma verloren.

Das Kokosöl besitzt eine antibakterielle Wirkung und enthält viele Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente, die zur Gesundheit des Körpers beitragen.

Die Eigenschaften des Kokosöls

Kokosöl kann wie bereits erwähnt in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Dadurch, dass es vegan, laktose- und glutenfrei ist, spricht es eine breite Gruppe von Menschen an.
In der Küche ist es nützlich, dass das Öl sehr hitzebeständig ist. Außerdem muss man beachten, dass es bei Zimmertemperaturen nicht flüssig ist, sondern eher einem Mus gleicht. Erst bei einer leichten Erwärmung verflüssigt es sich.

Die verschiedenen Arten des Kokosöls

Es gibt das unraffinierte Öl, das industriell hergestellt wird. Während der verschiedenen Prozesse wird es gebleicht und deodoriert. Der Nachteil dabei ist, dass es den typischen Kokosgeschmack und -geruch verliert.
Beim nativen Kokosöl bleiben alle Nährstoffe und Eigenschaften durch eine schonende Verarbeitung erhalten.
Das kaltgepresste Kokosöl ist das qualitativ hochwertigste, da die Kokosnuss direkt nach der Ernte verarbeitet wird und ein reines Naturprodukt bleibt.

Für welches Öl sollte man sich entscheiden?

Beim kauf sollte man auf die Qualität des Öls achten und darauf, dass es im besten Fall ein reines Bioprodukt ist. Diese sind meistens etwas teurer, doch es lohnt sich, das Geld zu investieren, um letztendlich von den positiven Eigenschaften und Nährstoffen zu profitieren, die in billigen Produkten nicht enthalten sind.

Auch im Zusammenhang mit der Umwelt ist es sinnvoller, ein Bio-Öl zu kaufen, da die verwendeten Kokosnüsse aus einem biologischen Anbau stammen. Dort wird auf schädlichen Dünger und giftige Pflanzenschutzmittel verzichtet.

Das Kokosöl sollte nach dem Kauf an einem lichtgeschützten und trockenen Ort gelagert werden, an dem eine Raumtemperatur von etwa 20 bis 25 Grad Celius herrscht. Es wird davon abgeraten, das Öl im Kühlschrank zu lagern, da es dort sehr fest wird und nicht sofort für die Verarbeitung bereitsteht.

Beispiele von Produkten

Das Kokosöl erregt immer mehr Aufmerksamkeit und wurde in der letzten Zeit zu einem echten Trendprodukt. Das merken natürlich auch die Produzenten und Firmen, weswegen es immer wieder neue Angebote und Produkte gibt. Da kann man sich bei der Entscheidung schnell überfordert fühlen.

Es sollte darauf geachtet werden, sich für eine Marke zu entscheiden, die schon länger in dem Bereich aktiv ist und bereits Erfahrungen gesammelt hat. Es gibt zahlreiche Firmen, die kein umfangreiches Wissen über die Herstellung des Öls aufweisen und ein qualitativ schlechtes Produkt auf den Markt bringen.

Die Auswahl der Anbieter lässt sich nicht auf eine geringe Menge herunterbrechen, doch es gibt eine beispielhafte Auswahl an Marken, die vertrauenswürdig und erfahren im Bereich der Heilmittel und des Kokosöls sind. Dazu gehören unter anderem Guru, Coconuc, KULAU, Rapunzel und Manako.

Beispiele für die Anwendung des Kokosöls

Das Öl ist ein wahres Wundermittel für die Haare. Es gibt im Supermarkt und in der Drogerie zahlreiche Produkte, die versprechen, die Haare gesund zu pflegen, Feuchtigkeit zu spenden und sogar Haarausfall zu reduzieren. Allerdings befinden sich in diesen Produkten meistens viele chemische Inhaltsstoffe und auch der Preis kann manchmal abschrecken.

Eine gute Lösung ist hier das Kokosöl. Es kann zum Beispiel als Haarkur in die Spitzen gegeben werden. Dafür erwärmt man eine kleine Menge des Öls kurz in den Händen und massiert es anschließend ein. Das Öl sollte mindestens eine Stunde einwirken. Es empfiehlt sich, die Kur über Nacht in den Haaren zu lassen, um das beste Pflegeergebnis zu erzielen.

Auch bei Haarausfall kann das Öl helfen. Dafür wird es nicht nur in die Spitzen, sondern in die gesamten Haare und vor allem an die Kopfhaut gegeben. Da das Öl die Haarwurzeln stimuliert, kann es den Haarausfall reduzieren.

Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Haut. Da das Kokosöl antibakteriell wirkt, setzt man es häufig bei Akne und anderen Hautkrankheiten ein, die auf kleinen Entzündungsherden beruhen. Auch bei Schuppenflechte und Neurodermitis wurden schon große Erfolge erzielt. Bei letzterem linderte da Öl vor allem den Juckreiz der Betroffenen. Die antibakterielle Wirkung des Kokosöls beruht auf der Laurinsäure, die in qualitativ hochwertigen Ölen in einer großen Menge enthalten ist. Die Laurinsäure zerstört Viren verschiedene Keime.

Das Kokosöl verhilft des Weiteren zu einer jüngeren, straffen Haut. Sie kann die Faltenbildung reduzieren und verlangsamen und schafft durch die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu spenden, ein glattes, gepflegtes Hautbild.

Bei rissigen Lippen wird das Öl ebenfalls gerne verwendet. Produkte, die man in der Drogerie erhält, trocknen die Haut manchmal sogar noch schneller aus und wirken eher kontraproduktiv. Da das Kokosöl ein natürliches Produkt ist, unterstützt es die eigenständige Regeneration der Lippenhaut. Des Weiteren schützt es die Lippe durch die antibakterielle Wirkung vor zum Beispiel Herpes und lässt kleine Risse schneller ausheilen.

Das Öl wird aber auch in Bereichen verwendet, in denen man es zuerst nicht vermuten würde. So eignet es sich beispielsweise gut als Deodorant. Durch seine desinfizierenden Eigenschaften reduziert es die Bakterien- und Geruchsbildung. Außerdem enthalten viele herkömmliche Deos schädliche Stoffe und sind nicht sehr pflegend für die Haut. Ganz das Gegenteil ist es beim Kokosöl, welches die Haut während der Anwendung pflegt und mit Feuchtigkeit versorgt. Das ist besonders für Menschen, die an Unverträglichkeiten oder empfindlicher Haut unter den Achseln leiden, geeignet.

Bleibt man in der Kategorie der Pflegeprodukte, ist das Kokosöl ein wunderbarer Make-Up Entferner. Normale Abschminktücher oder ähnliche Produkte enthalten Stoffe, die zu trockenen Augen und gereizter Haut führen können. Auch dies ist beim Öl anders. Es pflegt die Haut durch die Feuchtigkeit und die Entfernung von Bakterien. Und auch das Abschminken funktioniert ganz leicht und ohne großes Reiben, sodass das Auge und die Haut nicht gereizt wird.

Wenn draußen die Sonne herauskommt und es langsam wärmer wird, eignet sich das Kokosöl als guter, natürlicher Sonnenschutz. Es reduziert die UV-Strahlen, die auf die Haut treffen. Dadurch verhindert es eine schnelle Faltenbildung und reduziert das Risiko für Hautkrebs, der sich durch zu hohe UV-Stahlung schnell entwickeln kann.

Ein Vorteil des Öls im Gegensatz zur Sonnencreme ist, dass es die Hautporen nicht verstopft. Man kann es am gesamten Körper auftragen, doch die meisten nutzen es bevorzugt als Sonnenschutz im Gesicht.

Viele Menschen betonten vor allem die positiven Eigenschaften des Kokosöls bei Cellulite. Das Öl kann direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und einmassiert werden. Es dringt tief in die Hautschichten ein und stärkt sie von innen heraus.

Ein weiterer großer Bereich, in dem auf die antibakterielle Wirkung des Kokosöls gesetzt wird, ist die Zahnreinigung. Ölziehen ist unter vielen Menschen bekannt und besonders mit dem Kokosöl soll man sehr gute Ergebnisse erzielen können. Durch die Vernichtung von Bakterien wird das Risiko, Karies zu bekommen, reduziert, das Zahnfleisch und die Schleimhäute gesäubert. So können auch schmerzhafte Entzündungen verhindert werden. Auch Mundgeruch wird durch die Beseitigung der Bakterien und dem angenehmen Kokosgeruch des Öls reduziert.

Wenn man das Öl als Schutz und Reinigung für seine Zähne und den Mundraum anwenden möchte, nimmt man einen Esslöffel voll Kokosöl in den Mund und zieht es für etwa fünfzehn Minuten hin und her. Dabei ist es wichtig, dass das Öl in jede Ecke und jeden Zwischenraum gelangt. Anschließend kann es ausgespuckt werden. Mit Wasser kann nachgespült werden, da sich nicht immer alle Ölreste vollkommen aus dem Mund lösen.

Man sollte die Anwendung jeden Tag durchführen, um seinen Mundraum sauber und gesund zu halten. Dabei wird geraten, dies morgens nach dem Aufstehen zu tun, da sich über Nacht die meisten Bakterien im Mund sammeln.

Im Sommer und bei Aktivitäten im Grünen wird das Kokosöl des Weiteren gerne als Schutz gegen kleine Tiere wie Flöhe und Mücken verwendet. Besonders Zecken reagieren sehr empfindlich auf die Laurinsäure, die im Öl vorhanden ist. Um sich vor unangenehmen Zeckenbissen oder Mückenstichen zu schützen, reibt man einfach die freien und gefährdeten Hautstellen mit etwas Öl ein.

Auch bei Tieren, wie Hunden und Katzen wird zu der Verwendung von Kokosöl geraten. Diese sind im draußen besonders gefährdet, wenn es um Zecken geht, da sie im Vergleich zu uns Menschen durch die fehlende Kleidung sehr viel angreifbarer sind. Ein großes Problem können die Krankheiten sein, die durch die Zecken übertragen werden, da die Haustiere nicht vor ihnen geschützt werden können. Um die Tiere vor Bissen zu schützen, reibt man auch ihr Fell und die darunter liegende Haut mit etwas Öl ein.

Natives Kokosöl kann als wirkendes Mittel bei Tieren eingesetzt werden, die unter Milbenbefall leiden.

Die Verwendung und Dosierung des Öls

Wie bereits deutlich wurde, sind die Möglichkeiten der Anwendung sehr breit aufgestellt. Dabei reichen sie von der inneren bis zur äußeren Anwendung, wie zum Beispiel als Haarmaske oder Gesichtspflege.

Innerlich kann man das Öl anwenden, indem man es beim Kochen oder Backen einsetzt. Allerdings kann man es auch in größeren Mengen und regelmäßigen Abständen zu sich nehmen. Ein positiver Einfluss auf den Körper ist dabei, dass das Immunsystem gestärkt wird durch die zahlreichen enthaltenden Antioxidantien. So kann zum Beispiel im Winter einer Grippe oder einer starken Erkältung vorgebeugt werden.

Um das Immunsystem zu stärken, sollte man täglich einen Esslöffel Kokosöl zu sich nehmen. Nebenwirkungen oder eine Begrenzung der Dosierung sind nicht bekannt, da es sich um ein rein natürliches Produkt handelt.

Wie lange ist das Kokosöl haltbar?

Bei jedem Produkt variiert das Haltbarkeitsdatum etwas. Man sollte sich also an den Angaben auf der Verpackung orientieren. Aber grob kann die Haltbarkeit eines geschlossenen Glases bei richtiger Lagerung auf ein bis zwei Jahre eingestuft werden. Ist das Glas bereits geöffnet, sollte man das Öl schneller verbrauchen.

Natives Kokosöl kann in den meisten Fällen noch etwas länger gelagert werden.

Das Gerücht

Es gibt das weit verbreitete Gerücht, dass Kokosöl beim Abnehmen helfen soll. Das Kokosöl ist natürlich kein Wundermittel, mit dem man innerhalb einer Woche seine Traumfigur erreichen kann. Allerdings steckt eine ganze Menge an Wahrheit hinter dem Gerücht. Das Öl enthält freigesetzte Ketone, die den Fettabbau im menschlichen Körper beschleunigen. Es greift also aktiv in die Stoffwechselprozesse ein und kann langfristig gesehen unterstützend bei der Gewichtabnahme wirken. Wie bei der Stärkung des Immunsystems wird auch hier täglich der Verzehr von einem Esslöffel Öl empfohlen.

Allerdings zählt zu einer Gewichtabnahme und einer gesunden Lebensweise nicht nur das Kokosöl. Natürlich sollte man sich insgesamt gesund und nährstoffreich ernähren und darauf achten, sich genügend zu bewegen und sportlich aktiv zu sein. Im Zusammenklang mit dem Öl kann dies zu einer erfolgreichen Diät führen, wie bereits viele Konsumenten angaben. Ein weiterer positiver Effekt beim Abnehmen mit dem Öl ist, dass der Jojo-Effekt in den meisten Fällen ausbleibt.

Zusammenfassend über das Kokosöl

Das Öl kann in vielen verschiedenen Bereichen als wirksamen Mittel bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden. Es kann dabei helfen, Krankheiten zu bekämpfen oder dient als Schutz vor lästigen Dingen wie Sonnenbränden oder Insektenstichen. Es kann aber auch angewendet werden, um die Haut und die Haare zu pflegen und sein Immunsystem zu stärken.

Durch die zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffe wie Antioxidantien und die Laurinsäure ist das Kokosöl ein sehr gesundes Nahrungsmittel und wirkt antibakteriell.

Das Kokosöl ist nicht nur für den Menschen ein wichtiger Helfer im Alltag, sondern kann auch Hunde und Katzen vor Leiden durch Zeckenbisse schützen oder ihnen bei Milbenbefall Abhilfe verschaffen.

Beim Kauf des Öls sollte man auf ein hochwertiges Produkt achten, dass im besten Falle aus einer Bioproduktion stammt. So ist die positive Auswirkung auf die Schönheit und Gesundheit garantiert, da keine Nährstoffe während der Produktion verloren gingen.

Das Kokosöl ist ein Alleskönner, der Mensch und Tier ohne Nebenwirkungen zu einer gesunden Lebensweise verhilft.